Der Einsatz


 

Stationiert wurden die GT4 zunächst im Betriebshof Immermannstr. , ab 1959 bzw. 1967 auch in den neu errichteten Betriebshöfen Westfalendamm und Dorstfeld.
Der erste Linieneinsatz begann im Herbst 1956 auf der Linie 11 zwischen Hauptbahnhof und Hörde. Mit Ablieferung der zweiten Serie im Jahre 1957 wurde als nächstes die Linie 22 zwischen Dorstfeld und Brackel mit diesen Wagen bestückt. , es folgten des weiteren die Linien 3 Lindenhorst- Volkspark sowie die Linie 16 Schulte Rödding – Hörde. Da das Einsatzgebiet der GT4 durch die Bauweise als Einrichter sehr eingeschränkt war begann man an etlichen Endstellen Wendeschleifen zu bauen um auch hier den Einsatz von Einrichtungswagen zu ermöglichen. So wurden bis Ende der 50er Jahre in Dorstfeld, in Hombruch, an der Kirchderner Str. sowie an der Nicolaikirche Wendeschleifen errichtet und auch hier die Wagen eingesetzt.
Somit konnten und wurden in den 60er Jahren folgende Linien befahren:
Linie   3 Lindenhorst - Stadion Rote Erde
Linie 13 Fredenbaum - Westfalenpark
Linie 14 Kirchderner Str. – Hombruch
Linie 16 Schulte Rödding – Hörde
Linie 19 Wickede Bahnhof – Dorstfeld Schleife
Linie 22 Wambel – Nicolaikirche
Linie 24 Kirchderner Str. – Nicolaikirche
Zudem wurden unregelmäßig E-Wagenkurse mit GT4 bei Veranstaltungen auf der Rennbahn gefahren, zwischen Hauptbahnhof und Rennbahn. Auch wurden regelmäßig einige Kurse mit Beiwagen behängt, zum Einsatz kamen sowohl Stahlwagen als auch Holzwagen.

Ein Kuriosum gab es im Jahre 1967.
In diesem Jahr entstand eine Großbaustelle an der Westfalenhalle, hier wurde die Bundesstraße 1 bisher niveaugleich gekreuzt. Hier wurde nun eine Unterführung für die Straßenbahn und dem Individualverkehr gebaut. Konnten in der ersten Bauphase die Gleise noch an der Baustelle entlang geführt werden mussten sie später bereits in die neue „unterirdische“ Haltestelle verlegt werden. Da die südliche Ausfahrt über die neue Brückenrampe jedoch noch nicht gebaut war mussten die Bahnen hier nun stumpf enden, was mit den hier verkehrenden GT4 Einrichtungswagen aber nicht möglich war. Also musste diese Linie in dieser Zeit mit GT8 Zweirichtungswagen bedient werden. Da nicht genügend GT8 vorhanden waren wurden diese von der Linie 5 abgezogen und dort durch GT4 und T4 ersetzt. Da in Mengede aber keine Wendemöglichkeiten für Einrichter vorhanden waren wurde hier kurzerhand ein Gleisdreieck errichtet und die Haltestellen auf den eingleisigen Abschnitten mit zweiten Bahnsteigen ausgestattet.
Nach Beendigung der Baumaßnahme wurden diese sofort wieder zurück getauscht., Mengede selbst blieb aber bis zum Schluss „GT4 tauglich“ und konnte so z.B. bei Sonderfahrten bereist werden. Für GT4 tabu blieben die Strecken nach Brambauer, Derne, Scharnhorst, Unna, Schwerter Wald bzw. Aplerbeck, Hacheney sowie nach Marten. Hier kamen nie GT4 zum Einsatz.

Nachdem bis Anfang der 70er Jahre die 10er und 20er Linien abgeschafft und die Fahrgastselbstbedienung eingeführt wurde, beschränkte sich das Einsatzgebiet nur noch auf wenige Linien, es wurde nun versucht „typenrein“ zu fahren. Dies bedeutete nichts anderes als das vermieden wurde die so genannten Einmannwagen des Typs GT8 und Schaffnerwagen der Typen T2, T4 und GT4 auf einer Linie einzusetzen und der Fahrgast somit mal vorne und mal hinten zum Bezahlen einsteigen musste.
So verkehrten GT4 nur noch auf der Linie 2 Dorstfeld – Wambel/Brackel ( bis 1975 ), auf der Linie 3 Lindenhorst ( ab 1973 Fredenbaum ) – Stadion Rote Erde, bis 1977 auf der Linie 4 zwischen Kirchderner Str. und Hombruch bzw Schleife Nicolaikirche, und ab 1977 bis Anfang 1979 sogar noch auf der neuen Schnellstraßenbahnstrecke der Linie 2 nach Grevel, zum Teil wieder mit Beiwagen. Letzte Linie die mit GT4 betrieben wurde war die 3 zwischen Fredenbaum und Westfalenstadion, der Linieneinsatz endete hier endgültig im Mai 1979.