Ursprung/Lieferung                      


 

 

Durch die Beschaffung vierachsiger Großraumtriebwagen war in Dortmund im Jahre 1953 damit begonnen worden den fast ausschließlich zweiachsigen Wagenpark zu modernisieren. Schon bald stellte sich allerdings heraus daß der Einsatz dieser Fahrzeuge gerade in der Verkehrsspitze unzureichend und es nur schwer möglich und unwirtschaftlich war dieses mangelnde Platzangebot in den nur kurzen Spitzenzeiten durch zusätzliche Züge und Personal zu verstärken.
Bei der Suche nach Möglichkeiten griffen die DSW die Anregungen von Ingenieur Lüttich aus Hamburg auf und beauftragten die Hansa Waggonbau in Bremen, ein entsprechendes Fahrzeug unter Berücksichtigung der Möglichkeit, vorhandene Zweiachser als Spenderfahrzeuge heranzuziehen, zu entwerfen. So entstand 1953/54 aus dem Zweiachsigen Triebwagen 286 und dem entsprechenden Beiwagen 715 aus dem Baujahr 1950 in eigener Werkstätte in Zusammenarbeit mit der Hansa Waggonbau zunächst der Prototyp eines neuen Gelenkfahrzeuges mit der Wagennummer 291. Dieses Fahrzeug bewährte sich und erfüllte die Erwartungen hinsichtlich eines wirtschaftlichen Wagen- und Personaleinsatzes.
Die Idee der DSW für weitere Umbauten wieder Zweiachser heranzuziehen ließ sich jedoch nicht verwirklichen da diese für den Einsatz auf eingleisigen Strecken und Endstellen ohne Wendeschleifen weiterhin gebraucht wurden. So wurde beschlossen nach dem Baumuster des ersten Prototyps Neubauten zu beschaffen.
1956 fertigte die Hansa Waggonbau zunächst 6 Wagen die dem Prototypen bis auf einige Verbesserungen aber im Wesentlichen entsprachen. 1957 wurden weitere 20 Wagen in einer leicht veränderten und verbesserten Form beschafft und in Betrieb gestellt. Damit war die Beschaffung dieses Wagentyps Namens GT4 nach nur 27 Einheiten abgeschlossen. Der ursprüngliche Plan weitere vorhandene Zweiachser zu GT4 umzubauen wurde nicht mehr verwirklicht, die Zukunft gehörte dem Düwag GT8 in Zweirichtungsbauweise.