Der Ursprung                       


 

 

Der Wandel von der herkömmlichen Straßenbahn zur modernen Stadtbahn Anfang bis Mitte der siebziger Jahre machte in vielen Städten neue Fahrzeuge erforderlich. Die bereits vorhandenen Wagentypen galten als veraltet und sollten nicht weiter beschafft werden.
Im Jahre 1973 trafen sich Vertreter der Verkehrsbetriebe aus Essen, Bochum und Mülheim um über eine eventuelle Beschaffung eines gemeinsamen Fahrzeugtyps zu beraten. Wenig später schlossen sich noch die Verkehrsbetriebe in Bielefeld an. Zuvor war im Jahre 1972 der Versuch einer gemeinsamen Entwicklung und Beschaffung eines einheitlichen Fahrzeugs von den Betrieben Düsseldorf, Duisburg, Dortmund und Essen kläglich gescheitert. Dortmund beschaffte daraufhin nochmals GT8, Düsseldorf entwickelte in Zusammenarbeit mit der Düwag den Typ GT8-S.

Nach Festlegung der erforderlichen Grundzüge des „Stadtbahnwagen R“ ( R für Ruhrgebiet) wie die Ausführung als sechs- oder achtachsigen Gelenkwagen, wahlweise Einrichtungs- und Zweirichtungsausführung, Eignung für Stadtbahnbetrieb und problemlose Einsetzbarkeit in den verschiedenen Betrieben wurde dieses Projekt bei der Industrie in Auftrag gegeben. Eine erste Designstudie die dem Düsseldorfer GT8S sehr ähnelte wurde wieder verworfen und das Design deutlich kantiger ausgelegt. Zudem wurde der Name in Stadtbahnwagen „Typ-M“ (M für Meterspur) geändert.
Nach einer Komponentenerprobung verschiedener Details im EVAG GT6 Nr. 1615 und einer ersten festen Bestellung über 27 Fahrzeuge der vier beteiligten Betriebe begann die Auslieferung der ersten Fahrzeuge 1975/76 an die Essener Verkehrs AG.

In Dortmund herrschte zu dieser Zeit zwar kein Wagenmangel, auch waren durch die letzte GT8 Lieferung keine Zweiachser mehr im Einsatz, dennoch machte man sich Gedanken mit was für einem Fahrzeug man den kommenden Tunnelbetrieb aufnehmen könnte.
Der bereits im Köln/Bonner Raum erfolgreich eingesetzte B-Wagen schied zunächst grundsätzlich aus, er hätte die vielen Stadtbahnzulaufstrecken der 80er Jahre nicht problemlos befahren können. Auch eine Umrüstung vorhandener GT8 zu tunneltauglichen Fahrzeugen wie in anderen Städten wurde nicht verwirklicht, obwohl man mit Wagen 82 ab 1976 erfolgreich Testfahrten in dieser Hinsicht unternommen hatte.
Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten des Stadtbahnwagens M/N ( hier N für Normalspur), der sich in den anderen Städten bereits bewährt hatte und grundsätzlich auch in Dortmund als Normalspurversion recht problemlos einsetzbar war. Im Rahmen einer Gemeinschaftsbestellung beschafften die DSW zunächst 20 Fahrzeuge zusammen mit den Essener Verkehrsbetrieben, die 15 praktisch baugleiche M8C (1101-1115) in Meterspurausführung erhielt.